Die Haldenwelt der "Braucker Alpen"

 





14,1 km / 299 Hm.

Sa, 12.11.2022

Track



Ob ich denn die "Braucker Alpen" kenne, wurde ich kürzlich gefragt. Na klar wusste ich von der Gladbecker Haldenwelt. Nur in ihrer Gesamtheit abgewandert, so gestand ich zu meiner Schande, hatte ich sie bis dahin noch nicht. Doch heute änderte ich das.

Die letzten Monate waren bei mir vor allem durch einsame Wanderungen in der Eifel und im Teutoburger Wald geprägt. Nachdem ich dort mehrfach ganze Tage durch unbewohnte Gebiete lief und dabei auf keine Menschenseele 
stieß, wirkte die heutige 14 Kilometer lange Halbtagestour durch Gladbeck gleich in mehrfacher Hinsicht um so kontrastreicher.

Bei den Braucker Alpen handelt es sich um die Bergehalden

- Halde 7 (früher "Halde Mathias Stinnes")
- Halde 19
- Halde 22
- Mottbruchhalde
- Halde Graf Moltke III / IV (gesperrt)
- Halde "Im Brauck"
- Halde Graf Moltke I / II (früher "Halde Steinstraße", gesperrt).

Ihre Existenz verdanken sie den früheren Zechen "Mathias Stinnes" und "Graf Moltke" und ziehen sich heute wie eine Perlenschnur durch Gladbeck. Lediglich die südlichste und kleinste von ihnen ("Stinneshalde") gehört noch zu Essen.

An der dortigen Haltestelle "Alte Landstraße" begann ich meine Tour, auf der ich in nördliche Richtung alle begehbaren Halden bestieg. Nur zu "Graf Moltke I/II" (Gefahr von Tagesbrüchen) und "Graf Moltke III/IV" (brennende Halde) gibt es derzeit noch keinen Zutritt.

Die anderen fünf Erhebungen bieten dafür aber viele haldentypische Wanderpfade und tolle Aussichtspunkte. Besonders auf der wie ein Vulkan gestalteten Mottbruchhalde, wo sich auf dem westlichen Kraterrand zudem der höchste Punkt der ganzen Tour erklimmen lässt, ist der Panoramablick äußerst eindrucksvoll.

Im überwiegend schattigen Tal zwischen ihr und der Halde "Graf Moltke III/IV" hat sich mit dem "Natroper Feld", reich an Röhricht und Gehölzlebensräumen, rund um einen kleinen Weiher ein wertvolles Biotop gebildet.

Mit der durchaus noch sehenswerten Halde "Im Brauck" wird nach ca. 11 Kilometern das Ende des interessanten Teils der Braucker Alpen erreicht. Alternativ lässt es sich bis "Graf Moltke I und II" weiterwandern (wie ich es tat), aber die ohnehin gesperrten Halden sind recht zugewachsen und besitzen ohnehin keine Pfade. Dementsprechend lohnt sich die durch Wohngebiete führende Fortsetzung aus meiner Sicht nicht.

Sollte ich das aber mal ändern und eines Tages alle Halden zugänglich sein, ist eine Neuauflage dieser Tour garantiert. So wanderte ich heute bis zum Bahnhof Gladbeck-West weiter, von wo aus ich einen einfachen Heimweg hatte.












Betonstele auf Halde 7 (früher Halde Mathias Stinnes)





















Die Seilscheibe auf Halde 19






Auf dem Weg zur nächsten Halde













Auf dem Plateau der Halde 22








Metallpalisade auf Halde 22








Viele typische Haldenwege


Am Fuß der Halde Hoppenbruch




Am Horizont ist Halde Hoheward zu erkennen.


Weit hinten ist Halde Rungenberg zu erkennen.




Nun geht es den "Kraterrand" hinauf.






Auf dem höchsten Punkt der Braucker Alpen: der Kraterrand von Hoppenbruch.









Kraftwerk Scholven und die Halde Oberscholven




Blick auf "Halde Beckstraße" mit dem Tetraeder














Im Feuchtgebiet "Natroper Feld"




Die Halde Graf Moltke III/IV ist nicht begehbar und komplett eingezäunt.





Anstieg auf die Halde "Im Brauck"





Blick von der Halde "Im Brauck auf die große Nachbarin Halde "Hoppenbruch"




Der "grüne Hügel" von Brauck







Die Halden Graf Moltke I/II





Die Wanderung endete am Bahnhof "Gladbeck-West"




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