Sonntag, 17. Januar 2021

5 Jahre Wanderblog - die Jubiläumsrunde: Nienhauser Park & Gelsenkirchener Stadtgarten

 





9,2 km / 10 Hm.

So, 17.01.2021

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Auf den Tag ist es heute fünf Jahre her, dass ich mich nach einem heftigen, fiebrigen Infekt und einer geschlagenen Woche im Bett zu einem kleinen Spaziergang durch den Nienhauser Park aufraffte. Nicht enden wollender beruflicher Stress, der sich eine gefühlte Ewigkeit lang mit immer größerer Perspektivlosigkeit in mir aufgestaut hatte, entlud sich in einem völligen Zusammenbruch zu Beginn des Jahres 2016. Nur kurz, nachdem mein Schatz für fast fünf Wochen nach Indien abgereist war.

So fühlte ich mich nicht nur krank, sondern zu allem Überfluss auch einsam. Die Minuten wurden zu Stunden, die Stunden zu Tagen und die Tage zu einer Aneinanderreihung von Ewigkeiten.

Als ich mich dann endlich wieder fit genug fühlte, eine kleine Runde zu drehen, hatte ich an jenem 17. Januar 2016 nur verwirrende Gedanken im Kopf. Es war noch lange kein Plan, aber eine langsam Gestalt annehmende Gewissheit, dass es wie bis jetzt nicht mehr weitergehen konnte.

Vielleicht war es die klare, kalte und so wohltuende Luft nach einer Woche im Bett, die an diesem Tag Kopf und Gedanken bei mir wieder ordneten. Während ich durch den Schnee stapfte, begriff ich: es wird sich vieles ändern.

An diesem Tag nahm ich dann auch den ersten Eintrag in mein damals neues Wandertagebuch vor, aus dem recht schnell dieser Blog hervor ging. An einem Tag der Woche zu wandern, statt zu arbeiten: Das war die Grundidee. Die Initialzündung folgte nur drei Tage später, mitten im riesigen, verschneiten Meulenwald in der Eifel. Der Beginn von so vielen, wunderbaren Stunden und Erfahrungen in der Natur.

Und ausgerechnet jetzt, auf den Tag fünf Jahre später, hatte es erneut rechtzeitig begonnen zu schneien. Im Ruhrgebiet ein so seltenes Phänomen wie kaum irgendwo anders. So wurde aus der heutigen Neuauflage meiner Nienhausen-Runde nicht nur ein schöner Vormittag, zumal jetzt auch gemeinsam mit meinem Schatz. Sondern auch ein wohltuender Rückblick auf eine gute und außergewöhnliche Zeit zwischen damals und heute.





Im alten Nienhauser Revierpark






Am Teich im "Nienhausenbusch"






Was für ein Albtraum in dieser Zeit.







Winterquartier von Zirkus Probst




Im Gelsenkirchener Stadtgarten













Zwei glückliche Gesellen


Auf dem Heimweg.






Sonntag, 10. Januar 2021

Die Ilvericher Altrheinschlinge

 



10,4 km / 13 Hm.

So, 10.01.2021

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Vor 3000 Jahren hätte man hier noch richtig nasse Füße bekommen. Dann verlandete der Ilvericher Rheinarm zunächst zu einem Stillgewässer, später wurde ein Niedermoor daraus. Heute stellt die sogenannte Altrheinschlinge bei Meerbusch nicht nur eines der wertvollsten Naturschutzgebiete des Niederrheins dar, sondern auch ein bedeutendes Rast- und Brutgebiet für zahlreiche Wasser- und Wiesenvögel.

In dieser herrlichen (und zu früher Uhrzeit weitgehend menschenleeren) Umgebung bin ich heute mit einer gemütlichen 10-Kilometer-Runde in das neue Wanderjahr gestartet. Vom P&R-Platz "Haus Meer" aus, wo auch die U76 hält, hat man das aus Au- und Bruchwäldern, Sümpfen und Feuchtwiesen bestehende Gebiet schnell erreicht.

Ist man dem Rhein auf einem Teilstück unmittelbar gefolgt und dann auf die andere Deichseite gewechselt, stößt man wenig später auf den Kringsgraben. Ab dort, wo sich der Weg zu seinen beiden Seiten verzweigt, sollten sich Liebhaber von holperigen Natur- und Wiesenpfaden unbedingt für die rechte Seite entscheiden. Der Weg links des Grabens ist nämlich eher was für Radfahrer.

Für etwa drei Kilometer geht es nun dem kleinen Gewässer entlang. Schließlich biegt man vor dem Ilvericher Bruch links ab, von wo aus man über den Isseldyk zurück nach "Haus Meer" gelangt.




























Die A44-Flughafenbrücke



Hier Meerbusch, auf der anderen Rheinseite liegt Düsseldorf














Nun immer am Kringsgraben entlang





















Auf der Rheinschlinge























Das "Teehäuschen" von Meerbusch.